Tasting Notes – Windspiel Dry Gin Reserve

Windspiel Reserve TestHeute beginnen wir mit der Artikelreihe „Tasting Notes“ in der ich über meine Eindrücke über die Welt der Spirituosen berichte. Wir beginnen mit einen ganz besonderen Gin aus Deutschland dem Windspiel Dry Gin Reserve.

Diesen Gin entdeckte ich auf der letzten BCB (Berlin Bar Convent) 2015 und heute bin ich selber ein stolzer Besitzer einer der 1.600 Flaschen.

Der Windspiel Dry Gin Reserve zählt zu den Barrel Aged Gins oder Cask Aged Gins, also ein Gin der nach der Destillation noch eine Fassreifung erfahren durfte.

Fakten über den Windspiel Dry Gin Reserve:

Für den Windspiel Dry Gin Reserve wird als Grundalkohol eine Maische aus eigens angebauten Kartoffeln hergestellt. Die besondere Vulkanerde aus der Region soll den Kartoffeln einen ganz besonderen Charakter geben. Es handelt sich beim Windspiel Reserve um einen Craft Gin, also hier wird noch richtig mit eigenen Händen angepackt und in kleinen Mengen produziert.

Als Botanicals kommen neben klassischen Wacholder, Koriander und Zitronenschalen auch Nelken, Ingwer, Zimtrinde und Lavendelblüten zum Einsatz. Jedoch wird das Rezept und alle Botanicals nicht verraten.

Die Botanicals werden beim Windspiel Dry Gin Reserve alle einzeln mazeriert (bis mehrere Wochen) und destilliert, anschließend findet ein Blend (Verschnitt) statt.

Eine Lagerung in Eichenholzfässern ist natürlich für die meisten Gins unüblich, doch hier wird der Gin eine gewisse Zeit gelagert. Leider habe ich am Messestand vergessen zu fragen wie lange 😉

Herkunft: Eifel, Deutschland
Kategorie: New Western Dry Gin
Lagerung: in Eichenfässern
Botanicals: Wachholder, Koriander, Nelken, Zitrone, Ingwer, Zimtrinde, Lavendel
Alkoholgehalt: 49,3% Vol aus Kartoffel
Flascheninhalt: 0,5 Liter
Limitierung: 1.600 Flaschen

Geschmack und Eindrücke:






Was mich als erstes gewundert hat war der besonders weiche Geschmack trotz des hohen Alkoholgehaltes, auch in der Nase konnte man den hohen Alkoholgehalt kaum aus machen.

Aber zunächst der erste Eindruck über die Nase. Die Fassreifung ist auch in der Nase deutlich spürbar die holzigen Aromen sowie Vanille und Karamell kommen zur Geltung und die Aromen der Botanicals die man bei einen Gin erwarten würde sind im Hintergrund ebenfalls spürbar. Es ist auf jeden Fall ein interessantes Zusammenspiel.

Auf der Zunge entfaltet sich ein sehr komplexes Aroma aus den holzigen Aromen, einer angenehmen Süße, sowie einer leichten Wachholder-, Süßholz- und Lavendelnote. Dieses Zusammenspiel setzt sich im Abgang fort wo auch der hohe Alkoholgehalt spürbar wird. Trotzdem bleibt der Windspiel Dry Gin Reserve angenehm weich und sehr vielseitig. Also ein guter Kandidat für den puren Genuss!

Zusammenfassung:

Wie schon erwähnt ein sehr vielseitiger und komplexer Gin, der für den puren Genuss auf jeden Fall geeignet ist. Jedoch lohnt sich auch hier die Kombination mit einen leichten und unaufdringlichen Tonic wie etwa Fever Tree, oder Fever Tree Mediterranean.

Das Hauseigene Windspiel Tonic erfüllt ebenfalls die Voraussetzungen für ein leichtes Tonic und würde natürlich gut passen. Mir persönlich gefiel die Kombination aus selbstverständlich kalten Fever Tree Mediterranean Tonic, frischen Eiswürfeln und einer Orangenzeste mit dem Windspiel Dry Gin Reserve am besten.