Bartrends 2017 – Was erwartet uns 2017 hinter der Bar?

Bartrends 2017

Bartrends 2017
Wir haben 5 bekannte Blogger aus der Barszene gefragt, welche Trends und Entwicklungen uns dieses Jahr noch erwarten.

Wir wollten wissen, ob 2017:

  • wir mit einen neuen Trendcocktail rechnen können?
  • die eine oder andere Spirituose in den Fokus gerät?
  • bestimmte Zutaten und Zubereitungstechniken neu angewandt, oder wiederentdeckt werden?

Natürlich kann man sich irren, wenn man sich alleine darüber Gedanken macht, da Trends spontan entstehen können und nicht immer zuverlässig vorhersagbar sind. Aus diesen Grund habe ich mich für dieses Gemeinschaftsprojekt entschieden!

Wir von cocktailsworld.net und 5 weitere bekannte und etablierte Blogger aus der Barszene machen uns gemeinsam Gedanken zu diesem Thema. Zunächst stellen wir alle Teilnehmer kurz vor und fassen alle Prognosen zusammen mit einen Hinweis auf den Originalartikel..

Am Ende unseres Gemeinschaftsartikels findet ihr die Zusammenfassung in der der Konsens aller Prognosen herausgearbeitet wird. Das Gemeinschaftsprojekt soll an das Phänomen: „Die Weisheit der Vielen – weshalb Gruppen klüger sind als Einzelne“ von James Surowiecki angelehnt sein.

Doch lassen wir zunächst jeden zu Wort kommen!

6 Meinungen und Prognosen zum Thema Bartrends 2017


bar-vademecum.de – Jenever, Mezcal, fortifizierte Weine, Craftproduke und Craftbier

bar-vademecum.de

Armin Zimmermann und Frank Poremba aus Hannover betreiben den Blog bar-vademecum.de. Dieser Blog ist ein sehr guter Ratgeber, wenn es um die historische Ausarbeitung verschiedener Drinks geht. Ebenfalls berichten sie über moderne Drinks, besondere Bars und aktuelle Themen.

Jenever – die logische Fortsetzung des Gintrends

Jenever

Gin ist immer noch ein großes Thema für das Jahr 2017, jedoch ist der Trend wohl vorbei und der Gin-Markt gesättigt. Vorbei sind die Zeiten in den fast jede Woche eine neue Gin-Brennerei aufmachte. Über Jenever und Genever wird in letzter Zeit immer mehr gesprochen und die Tatsache, dass Jenever ein sehr naher Verwandter des Gins ist, lässt vermuten, dass sich hier ein Trend im Anfangsstadium abzeichnet. Außerdem ist Jenever und Genever immer besser in Deutschland verfügbar und man trifft diese Wacholderspirituose in letzter Zeit recht häufig in etablierten Bars an.

Mezcal auf den Vormarsch

Mezcal

Schon seit einigen Jahren wird regelmäßig über Mezcal berichtet und es wurden immer wieder Versuche unternommen diese Agavenspirituose in den Fokus zu rücken. Heute trifft man nicht selten Liebhaber des häufig rauchigen Mezcals an. Es ist etwa vergleichbar wie Liebhaber der rauchigen Islay-Whiskeys, also eher eine Nischenerscheinung. Dennoch kann man beobachten, dass die Bemühungen den Mezcal etwas bekannter zu machen (z.B. durch Messen usw.) zur Zeit erste Früchte tragen. In bekannten Bars in denen zuvor kein Mezcal und Tequila geführt wurde, findet man heute beides. Das scheint wohl daran zu liegen, dass Tequila zu Recht seinen schlechten Ruf verloren hat und Mezcal etwas „neues“ ist mit den man neue und spannende Drinks kreieren kann.

Likörweine und Wermut

Likörweine und Wermut

Über fortifizierte Weine wie Sherry, Portwein, oder Marsala wird in letzter Zeit nicht selten berichtet und haben das Potential Cocktails mit komplexen Aromen zu bereichern. Gerade beim Wermut gibt es schon seit Jahren eine Tendenz des Wachstums, viele neue Produkte und neue Hersteller gibt es seit den letzten Jahren. Ebenfalls eignen sich fortifizierte Weine gut um Cocktails mit einen geringeren Alkoholgehalt zu mixen, ohne dabei auf Säfte und Co. zurückgreifen zu müssen.

Craftprodukte und Craftbier

Craftprodukte und Craftbier

Was man in den letzten Jahren deutlich sehen konnte, ist die Nachfrage nach handwerklich hergestellten Produkten. Eine Abkehr von Massenprodukten findet man auch beim Bier. Craftbier-Brauerein schießen wie Pilze aus den Boden und dies zu Recht. Auch hier ist ein deutlicher Trend erkennbar, dies erkennt man schon allein daran, dass die großen Hersteller versuchen dieses Marktsegment ebenfalls zu bedienen, auch wenn dies meist nicht gelingt.

Hier kannst du den ganzen Artikel von bar-vademecum.de lesen.


cocktailbart.de – Wermut, Low ABV, Regionalität, Genever, Rum, Gin Tonic Coffee

cocktailbart.de
Johann Trasch schreibt auf cocktailbart.de über klassische und moderne Cocktails und bezieht sich damit nicht nur einfach auf die Rezepturen und deren Entstehungsgeschichte, sondern kommentiert die Rezepte mit sehr nützlichen Tipps. Auf seinen Blog stellt er verschiedene Spirituosen und Zutaten vor, die selbst getestet wurden. Außerdem wird der Blog cocktailbart.de mit vielen weiteren Tipps und Nützlichen geschmückt.

Wermut und Co

Wermut un Co
Über Wermut, Sherry und andere fortifizierte Weinen konnte man in letzter Zeit vieles lesen. Es gibt seit den letzten Jahren eine ganze Reihe an neuen Herstellern und neue Produkte. Auch deutsche Hersteller widmen sich den Wermut wie etwa Belsazar und andere. Die Nachfrage nach Drinks mit wenig Alkohol hat sich in den Vorjahren zu einen Mikrotrend entwickelt und auch hier wurde Wermut sehr gern verwendet etwa im Wermut & Tonic. Wir glauben, dass auch 2017 Wermut ein großes Thema sein wird.

Low ABV-Cocktails

Low ABW-Cocktails
Low ABV = low alcohol by volume, ist eine Sparte die wir für 2017 eine hohe Bedeutung zumessen. Darunter gehören leichte Aperitifs die immer häufiger in guten Restaurants das Bier, oder den Wein vor dem Essen, oder begleitend zum Essen ersetzen.

Wermut, Bitterliköre und andere Liköre, die mit Soda, oder anderen Fillern aufgegossen werden, sind auf dem Vormarsch. Auch hier gibt es eine ganze Palette an regionalen Zutaten die auf dem Vormarsch sind.

Regionalität spielt eine wichtige Rolle

Regionalität
Beliebte Brände wie etwa Rum, Wodka, Whiskey und Gin werden vermehrt auch von deutschen Herstellern produziert und das mit großen Erfolg wie man derzeit sehen kann.

Ein gutes Beispiel ist der Revolte Rum, der mal abgesehen von dem Ausgangsprodukt der Melasse in Deutschland gebrannt und gelagert wird.
Auch andere sehr spannende Brände aus Deutschland sind auf dem Vormarsch, wie etwa Bierlikör, oder Gurken- & Rote-Beete-Geist. Alles interessant für aufregende neue Drinks. Für 2017 gehen wir davon aus, dass vermehrt regionale Spirituosen angeboten, oder in Drinks verarbeitet werden.

Welche Spirituose schafft 2017 den Durchbruch?

Immer wieder hört und liest man von Mezcal, Genever und Aquavit, als die Brände die 2017 den Gin als Trendspirituose ablösen. Doch betrachten wir diese 3 Brände genauer.

Mezcal hat Potential, jedoch ist er zur Zeit noch zu teuer und bei den aktuellen Produktionsmengen wird wohl Mezcal kaum bei einem „richtigen Trend“ mithalten können. Daher gehen wir für 2017 nicht von einem echten Mezcal-Boom aus.

Genever
Genever ein naher Verwandter des Gins, ist seit den letzten 2 Jahren immer präsenter. Wir sehen darin 2 Gründe. Der erste Punkt, viele historische Cocktailrezepte wurden in den letzten Jahren wiederentdeckt und in bekannten Bars angeboten, diese verlangten nach Genever als Zutat.

Der zweite Punkt liegt an den Gin-Boom der letzten Jahre, da man nach einer Spirituose suchte die den Gin „ersetzen“ könnte, also etwas Gin-Ähnliches abseits des Mainstreams.

Daher sehen wir beim Genever großes Potential für 2017 und 2018. Für Aquavit konnten wir keine überzeugenden Argumente finden.

Rum und Rhum
Großes Potential sehen wir für 2017 hingegen beim Rum. Es gibt eine große Liebhaberschaft und ein großes Interesse neues zu entdecken. Große Anbieter verschlechtern ihren Rum mit Zucker und deshalb werden auch Nischenprodukte wie Rhum Agricole und Clairin interessant.

Gin & Tonic Coffee – der Trend für 2017?

Gin & Tonic Coffee
Es sind nicht immer bekannte Bartender und Fachleute die als Trendsetter gelten und einen Drink groß machen. Auch Brigitte, Freundin und Co. haben eine große Leserschaft und können einen Trend auslösen, selbst wenn alle voneinander abschreiben. Hier sollten wir den Gin & Tonic Coffee genauer beobachten.

Er wird wie ein gewöhnlicher Gin & Tonic zubereitet und mit Cold Brew Kaffee versetzt. Cold Brew ist ganz nebenbei gesagt ein großer Trend der letzten Jahre. Hier hat man im Grunde 2 Trends miteinander verbunden.

Wir glauben, dass der Gin & Tonic Coffee tatsächlich ein Trend für 2017 sein kann.

Hier findest du den ganzen Artikel von cocktailbart.de.


galumbi.de – Obstbrände, Mezcal, Rhum Agricole, Cocktailbewusstsein und Ausdifferenzierung

galumbi.de
Einige unter euch werden sicher den Blog mit den kleinen Äffchen kennen. Sebastian schreibt über gemixte Drinks von Eigenkreation bis klassisch. Außerdem berichtet er über den einen oder anderen Barbesuch, Spirituosen und weitere nützliche Themen.

Obstbrände auf dem Vormarsch

Obstbrände
Warum Obstbrände als Trendspirituose für 2017? Bekannte Brands vor allem aus Deutschland die im Zuge des Gin-Hypes der letzten Jahre auch Gin in ihr Portfolio aufnahmen, sind vor allem traditionsreiche Unternehmen die eigentlich Obstbrände und Geiste herstellen. Ebenfalls bedienen sie häufig den boomenden Markt an deutschen Whiskey. Diese 2 „neuen Märkte“ rücken die alten Obstler-Brennereien wieder in den Fokus. Es ist naheliegend, dass auch deren eigentliche Traditionsprodukte für 2017 gefragt sind.

Außerdem sind Obstbrände hervorragende Zutaten für Cocktails, die ganze Spirituosen, Sirups und Früchte ersetzen können. Ein weiterer Punkt ist die große Verfügbarkeit und Auswahl.

Leider hatten Obstbrände in der amerikanischen Bargeschichte nur eine geringe Bedeutung und Cocktails mit dem Eau de Vies haben nie Weltruhm erreicht. Hier ist also noch viel Neues zu entdecken.

Mezcal & Tequila

Mezcal & Tequila
Das Angebot an den Agavenbrand Mezcal hat sich in den letzten Jahren sehr stark vergrößert und in den USA werden längst in vielen Bars Drinks mit Mezcal angeboten. Für 2017 erwarten wir auch in Deutschland einen Aufwärtstrend.

Mezcal ist im Vergleich zum Tequila sehr viel facettenreicher und eine Spirituose die keine Tradition in der amerikanischen Bargeschichte hatte. Hier werden sicher einige neue interessante Drinks entstehen.

Tequila ist zur Zeit in einer nie dagewesenen Qualität verfügbar, daher gehen wir ebenfalls von einem Wachstum aus.

Der Rumskandal und Rhum Agricole,

Rhum Agricole
Es ist mittlerweile bekannt, dass einige große bekannte Rum-Hersteller mehr oder weniger Zucker zusetzen, was das Vertrauen natürlich negativ beeinflusst hat. Hinzu kommt eine Verunsicherung, da die Herstellungskriterien nicht immer sehr transparent und von Herstellungsgebiet zu Herstellungsgebiet sehr unterschiedlich sind.

Die Lösung scheint Rhum Agricole aus den französischen Überseedepartements zu sein. Hier gibt es eine EU-konforme Reglementierung. Rhum Agricole bringt wohl 2017 Sicherheit in einen unsicheren Rum-Markt.

Cocktails bekommen eine höhere Bedeutung

Cocktails 2017
Man beobachtet es immer mehr, dass allgemein die Menschen aufgeschlossener gegenüber Cocktails werden, auch wenn einige unter ihnen gemixte Drinks zuvor grundsätzlich abgelehnt hatten. Dies hat verschiedene Gründe. Zum einen entstehen in vielen deutschen Städten, Cocktailbars die ihre Drinks auf hohen Niveau unter die Leute bringen und deutlich mehr zu bieten haben, als bunte Drinks mit Schirmchen.

Auch eingefleischte Whiskey- und Rumliebhaber werden langsam offen für das Thema Cocktails, da es beim Thema Whiskey und Rum in letzter Zeit eher Negativschlagzeilen gab wie etwa NAS-Whiskey und Zucker im Rum.

Das allgemeine Bewusstsein für Cocktails und Barkultur, ist allerdings kein homogenes Phänomen. Die sehr positiven Entwicklungen die man in den Metropolen Berlin, München und Hamburg sehen konnte, kommen meist zeitversetzt in anderen deutschen Städten an. Wir glauben das 2017 ein gutes Jahr dafür ist.

Es wird nicht „Das Barkonzept“ geben

Die Bar hat eine sehr facettenreiche Geschichte und es gab zahlreiche Strömungen und Epochen, die alle ihren Platz hatten. Es gibt also nicht nur die „klassische Bar“. Wir erwarten für 2017 eine deutliche Ausdifferenzierung in den Barkonzepten ähnlich wie in den USA in den letzten Jahren. Es wird Tiki-Bars, klassische Bars, oder Speakeasys geben und Bars die sich auf Highballs, oder Shortdrinks spezialisieren.

Hier findest du den ganzen Artikel von galumbi.de.


schlimmerdurst.net – Obstbrände, Liköre, Amaro und einen Cocktail für 2017


Nach dem Motto: „Das Leben ist zu kurz für billigen Fusel!“, bloggt Helmut auf schlimmerdurst.net über hochwertige Spirituosen und Brände und lässt auch das Thema Cocktails nicht außer acht.

Die üblichen Verdächtigen wirklich auf dem Vormarsch?

Rum wurde bereits 2016 zum großen Thema gemacht, zumindest was man hört und liest. Doch im ersten Quartal 2017, konnten man noch nichts Spürbares feststellen. Beim Brandy sehen wir ebenfalls keinen Trend für 2017.

Auch die Bemühungen den Mezcal eine Bühne zu geben, scheinen nicht ernsthaft zu fruchten. Beim Craftbier wäre ein Aufwärtstrend vorstellbar, aber auch hier muss man noch abwarten.

Die meisten dieser „angehenden Trendthemen“ werden von einflussreichen Autoren der Fachpresse, oder durch die Industrie in die Welt gesetzt. Hier wird häufig die persönliche Meinung, oder der eigene Geschmack wiedergegeben, was durchaus funktionieren kann! Die Branche vertraut nun mal ihren Vorbildern und der Fachpresse. Dennoch sollte man immer etwas skeptisch sein welche Themen nun wirklich in der breiten Masse ankommen.

Von Lichtblitzen und Diversifizierung

Eine Entwicklung für 2017 sehen wir hingegen deutlich. In der letzten Zeit wurden eher unbedeutende Brände zu kurzfristigen, aber spürbaren Trends. Dabei geht es gar nicht um eine bestimmte Spirituose, sondern ganz allgemein um das schnelle auf und ab bestimmter Produkte. Zeitgleich ist immer eine große Diversifizierung zu beobachten. Hersteller vergrößern ihre Produktpalette, es erscheinen unbekannte, oder neue Brands in einer schon fast unübersichtlichen Auswahl.

Für 2017 ist genau das beim Amaro und bei den Obstbränden zu beobachten.

Obstbrände und Amaro

Amaro
Bitterliköre, Obstbrände und vor allem Amaro werden 2017 ein großes Thema sehen, da wir hier wie zuvor beschrieben eine große Diversifizierung erkennen können. Selbst in gewöhnlichen Supermärkten ist eine größere Auswahl genau dieser Produkte feststellbar und bei diversen Onlineshops und Spezialhändlern ist die Auswahl sehr stark angestiegen. Kein Hersteller, oder Vertrieb würde so etwas grundlos machen.

Unangefochten und anhaltend steht auch dieses Jahr der Gin wieder hoch im Kurs. Es gibt einfach keinen vergleichbaren Trend der letzten Jahre wie der Gin-Trend, egal wie oft man ein Ende vorhergesagt hat.

Der Amarosa Cocktail für 2017?

Amarosa Cocktail
Für das Jahr 2017 schlagen wir auch einen passenden Drink vor, den wir im „Ted Haighs Vintage Spirits and Forgotten Cocktails“ gefunden haben. Dieser Drink enthält alle genannten Zutaten für die wir 2017 einen deutlichen Trend prognostizieren.
Amarosa Cocktail

1 Teil Gin, mit einen Teil Kirschwasser und einen Teil Amaro in ein Rührglas auf Eiswürfeln geben, rühren und in eine Cocktailschale, oder Martiniglas abseihen.

Den vollständigen Artikel von schlimmerdurst.net, findest du hier!


schnaps.blog – Premiumbrände, Home-Cocktails und Schnaps made in Germany

schnaps.blog

Christian von schnaps.blog mixt gern den einen oder anderen Drink, probiert sich durch die Spirituosenwelt und berichtet darüber auf seinen Blog. Vor allem für die Mixologen Zuhause findet man allerhand nützliches.

Das Premiumsegment nimmt Fahrt auf.

Premiumbrände

Der Zeit hört man viel auf Blogs und Fachzeitschriften über Genever, Mezcal, Rhum Agricole und andere Abfüllungen, doch wenn wir realistisch sind, wird wohl 2017 keines der genannten Brände den noch anhaltenden Gin-Hype schlagen können.

Doch kommen wir zu einer Entwicklung die man tatsächlich neben den Gin-Trend erkennen kann. Schon allein wenn man die Spirituosenwelt mit offenen Augen beobachtet, kann man dies erkennen. In einfachen Supermärkten landen Spirituosen, die man zuvor nur bei Fachhändlern gefunden hätte in die Regale.
Auf den Karten gewöhnlichen Restaurants werden vermehrt hochwertige Premiumabfüllungen angeboten und „billige“ Brände verdrängt.

Auch große und bekannte Hersteller scheinen dies erkannt zu haben und bieten neben ihren Basisprodukten auch Premiumprodukte an. Das jüngste Beispiel ist der Jägermeister Manifest. Wir gehen 2017 von einem deutlich spürbaren Bewusstsein für hochwertige Spirituosen aus dem Premiumsegment aus.

Mehr regionales für 2017

Der anhaltende Gin-Boom gibt auch vielen deutschen Herstellern einen Platz an der Sonne. Neben Gin kann man in Deutschland bekanntermaßen viel mehr zu entdecken. Whiskey aus Deutschland ist schon einige Jahre ein Thema, aber auch mittlerweile sehr hochwertiger Wodka wird gebrannt. Selbst Rum muss nicht unbedingt aus Übersee importiert werden. Seit neuesten wird auch hier zu Lande hochwertiger Rum gebrannt und gelagert wie etwa der Revolte Rum.

Das Angebot ist also neben den traditionellen Bränden wie Korn und Obstbrände deutlich gestiegen. Die Nachfrage nach regionalen Produkten wird 2017 sicher steigen, was im übrigen auch mit unseren bekannten Qualitätsstandards und Auflagen zu tun hat. In den letzten Jahren hört man ja da nicht viel Gutes zumindest international gesehen wie etwa beim Rum und dessen Zuckerzusatz.

Cocktails für Zuhause

Home-Cocktails

Homebars gab es schon immer, doch auch hier kann man einen deutlichen Trend erkennen. Homebars werden immer professioneller. Das Bewusstsein für gute Drinks steigt, gutes Barequipment und hochwertige Zutaten werden selbst für den Heimbereich angeschafft. Dies wird wahrscheinlich mit den aktuellen gesellschaftlichen Phänomen „Homing“ zusammenhängen.

Gut beobachten kann man diese Entwicklung an den verschiedenen neuen Startups die sich auf die Cocktailzubereitung, oder Spirituosentastings für Zuhause spezialisiert haben. Dazu gehört beispielsweise „Tastillery“ und „Home Cocktails“ um nur 2 zu nennen.

Den kompletten Beitrag von schnaps.blog, könnt ihr hier finden!


cocktailsworld.net – Genever, Mezcal, Rum, Wermut, Regionalität und Homemade

cocktailsworld.net


Wie entwickelten sich Trends in der Vergangenheit?

Wie lassen sich Trends überhaupt messen? Klar man kann den Markt beobachten, auf seine eigene Wahrnehmung vertrauen, oder den zeitlichen Verlauf von Erwähnungen auf Blogs, Zeitschriften usw. verfolgen. Doch sehr zuverlässig ist dies nicht. Ein echter Trend ist ein kollektives Phänomen. Ich habe mir gedacht, falls ein Trend tatsächlich vorhanden ist, sollte dieser sich auch in den Suchanfragen bei den großen Suchmaschinen bemerkbar machen.

Natürlich sollte man ganz klar unterscheiden zwischen Trends die im Mainstream stattfinden und Mikrotrends in gehobenen und etablierten Bars.
Doch untersuchen wir zunächst die großen Trends auf Basis von Suchanfragen und versuchen daraus Rückschlüsse zu ziehen.


Wir alle erinnern uns sicher noch an den Hugo, dass Sommergetränk von 2012. Ein weiteres gutes Beispiel ist der eigentlich recht alte Moscow Mule, der in den letzten Jahren immer beliebter und mit einen obligatorischen Stückchen Gurke ausgestattet wurde. Natürlich dürfen wir Gin & Tonic nicht vergessen, dass Trendgetränk der letzten Jahre bis Heute. Natürlich sind nicht alle hier aufgeführten Drinks gustatorische Highlights, aber ich will mal meine persönliche Meinung außen vor lassen.

In den Chart haben wir noch ein Referenz-Drink eingebaut, der sehr beliebt ist und nicht als Trendcocktail gilt um unsere Beispiele miteinander zu vergleichen.

Betrachten wir den roten Verlauf, also den Hugo. Vor 2012 war der Drink im Grunde wenig bekannt und so richtig beliebt war dieses Gemisch aus Holunder, Minze und Prosecco im Sommer 2012 und war offensichtlich beliebter als der Cocktailklassiker Mojito. Im Sommer 2013 wiederholte sich dieser Trend wenn auch in abgeflachter Form. Schon ein Jahr später war der Trend bereits verpufft und in den Folgejahren ist der Hugo kaum noch relevant. Also alles in allen hatte dieser Drink gerade einmal 2 bis 3 Jahre seinen Platz an der Sonne, mit einen rasanten Aufstiegt und einen raschen Abstieg.

Ein viel konstanteren Verlauf kann man beim Gin & Tonic sehen. Dieser High Ball wird schon seit vielen Jahren gern getrunken und seit etwa 2014 kann man ein etwas stärkeren Anstieg sehen, während auf Fachmessen, in etablierten Bars und in Fachzeitschriften diese Entwicklung sehr viel präsenter war. Den Mainstream erreichte dieser Trend etwas später. 2016 war das Jahr des Gin & Tonics zumindest bis heute. Scheinbar wird sich dieser Trend auch dieses Jahr fortsetzen.

Einen überraschend ähnlichen und zeitgleichen Verlauf nimmt der Moscow Mule ein, auch wenn dieser Drink offensichtlich nicht mit den Gin Tonic mithalten kann.

Was lässt sich nun allgemein aus den Chart ableiten? Es gibt offensichtlich Trends die wesentlich langlebiger sind und Trends die sehr schnell erscheinen und schnell wieder fallen. Die großen Sprünge in den Charts sind übrigens saisonal bedingt. Es wird vor allem zu Feiertagen wie Silvester und im Sommer nach Cocktails gesucht. Natürlich lässt sich daraus nicht explizit ableiten was dieses Jahr passieren wird, außer dass Gin & Tonic und der Moskow Mule wie in den vergangenen Jahren präsent ist. Doch dies untersuchen wir später im Detail. Dieser Chart sollte nur verdeutlichen in welcher Geschwindigkeit ein Trend entsteht und wie langfristig ein Trend sein kann.

Die großen 5

Stellen wir uns zunächst die Frage, wie groß das Interesse an 5 wichtigen Barspirituosen in den letzten Jahren war, um daraus Rückschlüsse für das Jahr 2017 ziehen zu können.


Aus den Chart lässt sich ableiten, dass es im Grunde 2 Spirituosen sind, bei denen ein Aufwärtstrend zu erkennen ist. Beim Rum gibt es seit 2010 einen konstanten Trend nach oben und beim Gin seit 2014 einen sehr starken Anstieg bis Heute. Man kann davon ausgehen, dass die Nachfrage bezüglich Gin und Rum dieses Jahr ansteigt, was sich sicher auch auf die Barkultur auswirken wird.

Besonders die Entwicklung des Rums finden wir sehr interessant, denn auch wir können in unserer Bar erkennen, dass nach hochwertigen Rums und Rhums für den Purgenuss gefragt wird. Hier gibt es noch viel zu entdecken und einen großen Markt der den Bedarf auch decken kann.

Die kleinen 4

In Magazinen und Blogs die sich mit Barkultur beschäftigen, wird für das Jahr 2017 immer wieder auf eher „unbekannte“ Spirituosen, oder Spirituosen die man eingestaubt in der Backbar findet hingewiesen und ein Trend prognostiziert. Wollen wir doch einmal 4 dieser Hoffnungsträger für das Jahr 2017 unter die Lupe nehmen.


Vorab möchte ich darauf hinweisen, dass wir nicht alle Spirituosen darstellen konnten. Dies muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass diese Brände keinen deutlichen Einzug in unsere Bars finden. Dazu gehört z.B. Arak, oder japanischer Whiskey.

Kommen wir zunächst zu unseren Chart und schauen uns diesen genau an.

Mezcal

Mezcal, der kleine Bruder des Tequilas, bringt ungelagert eine rauchige Note mit sich und ist in letzter Zeit immer mehr in gut ausgestatteten Bars zu finden. Dabei hatte es der Mezcal nicht einfach, denn das schlechte Image des Tequilas, der vor nicht all zu langer Zeit kaum in einer guten Qualität hier in Europa zu „normalen“ Preisen verfügbar war, haftet noch an ihn.

Auch wenn Tequila und Mezcal im Prinzip dasselbe ist und es eine Abgrenzung vor allem durch die blaue Agave und der Anbaugebiete gibt, ist der Begriff „Mezcal“ vielen noch unbekannt, was auch ein Vorteil sein kann. Fast wie ein Markenrelaunch.

Außerdem wurde Mezcal auf Fachmessen und Zeitschriften immer wieder zum Thema gemacht. Aus den Chart lässt sich entnehmen, dass der Mezcal wohl auch langsam beim Mainstream ankommt, denn seit 2013 gibt es einen leichten aber erkennbaren Anstieg der Suchanfragen.

Wir schließen daraus, dass wir 2017 mehr über Mezcal hören werden, wenn auch nur als Randphänomen und nicht als großer Trend.

Genever

Einen ähnlichen Verlauf in den Chart nimmt die Wacholder-Spirituose Genever ein, jedoch ist erkennbar, dass wir gerade am Anfang des Jahres 2017 einen sehr deutlichen Anstieg sehen können, was saisonal bedingt sehr ungewöhnlich ist. Man kann davon ausgehen, dass Genever das Potential hat für 2017 als Trendspirituose zu gelten, was sicher auf den vorangegangenen Gin-Boom zurückzuführen ist.

Aquavit

Beim Aquavit handelt es sich um ein Produkt welches schon lange allgemein bekannt ist, daher ist absolut gesehen das Suchvolumen deutlich höher. In den meisten Bars gilt jedoch Aquavit als absolutes Nischenprodukt und wird ehr selten bestellt. Dennoch kann Aquavit auf Grund des Gin-Booms durchaus Potential haben, auch wenn hier die Basis Kümmel, Dill und andere Botanicals sind. Der Chart zeigt ein langsames und konstantes Wachstum und einen deutlichen Sprung Ende 2016. Ob diese Entwicklung auch in der Bar und nicht nur zu Hause stattfindet wird sich zeigen.

Wir haben vor allem auf Fachmessen ein immer größeres und vielseitigeres Angebot an Wermut-Likören erkennen können und auch im Chart können wir einen deutlichen Anstieg an Suchanfragen erkennen. Für das Jahr 2017 gehen wir davon aus, dass wir in den Bars eine größere und vielseitigere Auswahl finden werden, die auch von den Gästen verlangt wird.

Gin & Tonic Trend

Natürlich ist der Gin & Tonic Boom eine Entwicklung der vergangenen Jahre, dennoch war dieser Trend so einschneidend, dass wir diesen genauer betrachten wollen um die Entwicklung für das Jahr 2017 besser einschätzen zu können.

Gin Tonic Trend

Wir haben uns für eine genauere Betrachtung wichtige Suchbegriffe heraus gesucht, die passend für den Gin & Tonic Trend sind.


Deutlich kann man sehen, dass dieser Trend selbst 2017 auf keinen Fall vorbei ist, es scheint so als würde der Mainstream jetzt erst nachziehen. Man kann dies deutlich auch im normalen Leben sehen. In jeden Supermarkt findet man eine immer größere Auswahl an Tonic Water und Gin, selbst in Buchgeschäften findet man Fachbücher allein für das Thema Gin & Tonic. Im Barbetrieb gibt es immer mehr Gäste die die Aromenvielfalt des Gins zu schätzen wissen und auch nach den passenden Tonic Water fragen, oder gleich nach einer bestimmten Sorte fragen wenn sie zur Tür hinein kommen. Gin & Tonic wird wohl auch 2017 ein großes Thema sein.

Barkultur 2017

Top Bars & Mainstream

Was das flüssige angeht, liegt unsere Prognose für 2017 ganz klar bei Genever, Mezcal, Rum und Wermut. Doch welche Trends kann man neben den Spirituosen noch erkennen?

In den letzten Jahren gab es viele Entwicklungen. Es wurden Sirups und Infusionen mit den Sous Vide Garer hergestellt, Cocktails im hauseigenen Fass gereift, mit den Cold Dripper gearbeitet, Shrubs, Bitters und hauseigene Filler hergestellt, mit Food Pairing wurden überraschend passende Zutaten gefunden…. Man könnte die Liste natürlich ergänzen. Es hat den Anschein, dass wir 2017 an eine Grenze gestoßen sind zwischen dem was theoretisch machbar ist und dem was in der Praxis sinnvoll ist.

Viele Verfahren und Methoden sind natürlich eine echte Bereicherung für die Barkultur, aber finden, wenn überhaupt nur in bestimmten Barkonzepten ihren Platz. In vielen Bars besann man sich auf die Zubereitung klassischer Drinks aus den 19 Jhd., der Zeit vor und nach der Prohibition und wertet die Barkarte mit Twists aus dieser Zeit auf.

Es gibt eine ganze Palette an Möglichkeiten seine Schwerpunkte zu legen und man kann ganz klar sagen, es gibt nicht das „perfekte Barkonzept“ welches überall funktioniert. Ob nun die schicke klassische Bar, die moderne Hipster Bar, oder ganz andere Barkonzepte, alles hat seinen Platz und kann funktionieren.

Doch gibt es Tendenzen die 2017 ganz allgemein gelten?

Meiner Meinung nach werden 2017 besonders regionale Produkte und Produkte von kleinen Herstellern gefragt sein. Ein Gin aus der Region, der in liebevoller Handarbeit hergestellt wird, Kräuter und Gewürze aus der Region, Brände und Geiste aus der Umgebung die in hauseigenen Signaturedrinks in Szene gesetzt werden.

Neben der Regionalität, werden Homemadeprodukte 2017 ebenfalls eine große Rolle spielen und gut ankommen. Das eigene Tonic, eigene Mazerate, hausgemachte Sirups usw. Vieles lässt sich auch in kleineren Bars umsetzen, ohne sich gleich einen Sous Vide Garer, oder einen Rotationsverdampfer anschaffen zu müssen.


Bartrends 2017 – Die Auswertung

Wir haben nun die Meinungen und die Prognosen von 6 unterschiedlichen Bloggern gehört. Jetzt sollte man sich die Frage stellen ob es Gemeinsamkeiten und einen Konsens gibt. Deutlich war, dass fast jeder davon ausgeht, dass Gin auch 2017 ein großes Thema sein wird. Aber in welchen anderen Themen gab es ebenfalls Schnittpunkte? Dazu habe ich eine Infografik erstellt, die die wesentlichen Punkte sehr anschaulich illustriert.

Bartrends 2017

Fangen wir mit den Spirituosen an, von denen man zumindest den einen oder anderen Mikrotrend erwarten kann. Genever, Mezcal, fortifizierte Weine und Rum stehen laut unserer Analyse auf Augenhöhe. Hier kann man davon ausgehen, dass mindestens einer der 4 Brände dieses Jahr sehr gefragt sein wird! Obstbrände und Amaro haben ebenfalls Trendpotential, wurden aber insgesamt weniger genannt, also wird es wohl bei den ersten 4 Bränden bleiben.

Neben den Trendspirituosen wurden auch einige andere Themen und Entwicklungen angesprochen. Sehr einig waren sich alle über das Thema Regionalität, es werden 2017 besonders regionale Produkte in den Fokus geraten.

An zweiter Stelle stehen Craftprodukte, auch diese werden sicher 2017 ihren Platz haben. Alle weiteren Themen wurden insgesamt nur einmal erwähnt und nur zur Vollständigkeit aufgeführt. Vielleicht entpuppt sich ja eines dieser Themen als Trend für dieses Jahr.

Es wurden 2 Drinks vorgeschlagen die zumindest Potential haben. Der Gin & Tonic Coffee und der Amarosa, ob wir im Sommer, oder später etwas von den beiden Drinks hören wird sich zeigen.

Nun sind wir mit unserer Analyse fertig und es bleibt spannend was uns 2017 erwartet.

Auf jeden Fall einen großen Dank an alle Teilnehmer und Prost 😉

10 Life Hacks für den Bartender

Mehr Tip mit diesen Tipp

Heute möchte ich euch 10 nützliche Tipps vorstellen, die euch den Berufsalltag erleichtern, für mehr Umsatz und mehr Trinkgeld sorgen, oder einfach nur hilfreich sind!

#1 Minze frisch halten


Minze frisch halten

Minze und andere frische Schnittkräuter werden an der Bar sehr häufig benötigt. Nicht selten werden die Zweige zum Frischhalten in Behältnisse mit Wasser gestellt, dass Ergebnis ist jedoch meistens sehr ernüchternd. Die Blätter und die Zweige trocknen trotz Wasser sehr schnell aus und wirken nicht mehr frisch.

Die Lösung ist ganz einfach. Ihr nehmt ein feuchtes Tuch und wickelt die Blätter, oder die gesamten Zweige einfach damit ein. Am besten in einen Behältnis an welches ihr schnell ran kommt. Bei Bedarf einfach euer Tuch kurz anheben und die nötige Menge Minze, oder andere frische Kräuter entnehmen. Eure Minze hält sich so einige Tage, wenn ihr sie nach euer Schicht einfach in den Kühlschrank stellt.


#2 Eisbehälter selber bauen


Eisbehälter selber bauen

Frisches Eis in bester Qualität ist die Grundvoraussetzung für gute Drinks und dazu solltet ihr immer eine Möglichkeit haben, dass euer Schmelzwasser ablaufen kann. Sicher in einer professionellen Bar gibt es in der Regel Cocktailstationen deren Eisbehälter einen Ablauf besitzen. Doch hin und wieder beobachtet man wie das Gold der Bar aus irgendwelchen Promo-Plastik-Behältern geschürft wird und das nicht nur im Catering-Bereich.

Eine sehr günstige und funktionierende Lösung will ich euch deshalb anbieten. Man nehme einen GN-Einsatz (z.B. 1/2), einen handelsüblichen Abflussschlauch mit Ablaufgarnitur aus dem Baumarkt, einen einfachen Eimer und etwas handwerkliches Geschickt kombiniert mit etwas Werkzeug.

In eure Arbeitsplatte sägt ihr eine Öffnung, so dass euer GN-Einsatz hinein passt und hält. Nun schneidet ihr eine kreisrunde Öffnung in euren GN-Einsatz (etwa in der Mitte und etwas größer als euer Abflussschlauch). Jetzt alles verschrauben und den Eimer einfach unter die Öffnung eurer Arbeitsplatte stellen. Euren selbstgebauten Eisbehälter einsetzen und den Schlauch zuvor in den Eimer platzieren.

Das klingt zunächst etwas unproffesionell solch ein selbstgebauter Eisbehälter, jedoch für den Einsatz im Catering-Bereich, oder für Startups ist dies auf jeden Fall besser als der Plastikbehälter von euren letzten „Brand-Ambassador-Besuch“.

PS: Euren Eimer solltet ihr natürlich jeden Abend leeren.


#3 Schnellkühlung mit Salz


Wer kennt das nicht, die Champagner-Flasche oder den richtigen Wein leider zuvor nicht in den Kühlschrank gestellt und der Bestell-Bon hängt schon ein paar Minuten. Was nun? Auch hier gibt es eine einfache Lösung eure Flaschen im Schnelldurchgang durchzukühlen.

Ihr benötigt einen Behälter z.B. einen Champagner-Kühler, oder eine große Schüssel und gebt etwas Crushed-Ice dazu. Nun vermengt ihr das Eis mit einfachen Speißesalz. Das beste Verhältnis ist eigentlich 1:4, jedoch funktioniert dieser Effekt auch wenn ihr das Verhältnis nicht ganz genau einhaltet.

Jetzt stellt ihr eure Flasche für ein paar Minuten in eure Eis-Salz-Mischung und fertig! Mit etwa dem richtigen Verhältnis und der richtigen Durchmischung kann solch ein Gemisch bis zu -21° C kalt werden!


#4 Zesten frisch halten


Zesten frisch halten

Es gibt eine ganze Reihe an Drinks für die ihr Zesten von Zitrusfrüchten benötigt, man kann diese natürlich frisch abschneiden wenn man sie braucht, doch wenn man so oder so seine Zitrussäfte frisch presst, wäre es doch schade die Schale nicht zu verwenden. Doch wie lassen sich die Zesten für den ganzen Abend frisch halten?

Zesten trocknen mit der Zeit sehr schnell aus, also muss man eine Lösung finden diese feucht zu halten. Am besten man wickelt die frisch abgeschnittenen Zesten in ein Tuch, oder Küchenrolle welches zuvor mit Limettensaft, oder Zitronensaft befeuchtet wurde. Verwendet dafür kein Wasser, da sonst die Zesten eine „wachsartige“ Textur bekommen und sie sich nicht mehr für Dekorationen eignen.


#5 Mehr Umsatz in der Rush Hour


Rush Hour

Ein weiteres Problem, welches sicher jeder von uns kennt, ist der reibungslose Ablauf während der Rush Hour. Scheinbar kommen viele Gäste wie verabredet zur gleichen Zeit und nicht selten leidet darunter der Service bzw. die Zeit bis ein Drink in derselben Qualität wie gewohnt beim Gast ankommt.

Und wenn wir ehrlich sind kann das Personal noch so gut geschult sein und der Barkeeper noch so schnell arbeiten, man wird niemals jeden Gast absolut zufrieden stellen können. Mit einer einfachen kleinen Karte bzw. einfache Drinkempfehlungen speziell für die Rush Hour kann man dieses Problem lösen und gleichzeitig den Umsatz beträchtlich steigern! Es werden einfach für diese kurze Zeit ausschließlich eine kleine Auswahl an Drinks angeboten die der Bartender gleichzeitig und schnell zubereiten kann. Schult ihr euer Servicepersonal darin, dem Gast dieses Vorgehen vernünftig zu erklären, wird euch dies keiner übel nehmen. Hat erstmal jeder seinen Drink, ist der Wind schonmal aus dem Segel genommen und es kann dann wieder wie gewohnt bestellt werden. Diese Praxis hat sich in unserer Bar gut bewährt, euer Personal muss jedoch dafür entsprechend geschult sein.


#6 Barwerkzeug sauber halten


Barwerkzeug in Wasser

Auch wenn vielleicht vielen diese Methode bekannt ist, möchte ich trotzdem darauf eingehen. Barwerkzeuge wie z.B. eure Barlöffel, oder euren Muddler sollten natürlich immer sauber sein. Damit ihr nicht jedes mal die Werkzeuge im Spülbecken sauber machen müsst nachdem ihr sie benutzt habt (was natürlich Zeit kostet), lohnt es sich diese einfach in ein Glas zu stellen welches mit Wasser gefüllt ist. So habt ihr immer saubere Werkzeuge, vorausgesetzt ihr wechselt ab und zu mal das Wasser im Laufe des Abends.


#7 Zitronengras ewig haltbar machen


Zitronengras ewig haltbar machen

Ob nun Zitronengras ewig wachsen kann, ist mir nicht bekannt, aber so lange wird euer Zitronengras auch bei geringen Bedarf (falls ihr es überhaupt benötigt) natürlich nicht verweilen.

Damit ihr dennoch immer frisches Zitronengras zur Hand habt, gibt es einen einfachen, aber effektiven Trick. Ihr schneidet mit einen scharfen Messer die untere Seite an, dort ist noch der Ansatz des Wurzelwerkes zu sehen. Diese Seite dürft ihr jedoch nicht komplett abschneiden, sondern nur ein paar Millimeter. Von der oberen Seite auch ein Stück abschneiden und mit der Unterseite nach unten in ein Glas mit Wasser stellen.

Nach einer Weile werden sich neue Wurzeln bilden und an der Oberseite entstehen neue Blätter. Wenn man das Wasser regelmäßig wechselt und euer Zitronengras etwa 1 cm tief im Wasser steht kann eigentlich nichts schief gehen und ihr habt immer frisches Zitronengras zur Hand.


#8 mit Eis dekorieren


Jede gute Bar ist im Besitz einer Zitruspresse die eigentlich für die Produktion von frischen Zitrussäften gedacht ist. Doch man kann mit wenig Aufwand eine sehr originelle Dekoration damit zauben. Einfach die Presse etwa bis zur Hälfte mit Crushed Ice befüllen und kräftig zusammenpressen. Die Presse öffnen und fertig ist ein Nest aus Eis welches sich für dekorative Zwecke eignet. Man kann Blätter, frische Beeren und andere Dinge in dieses „Nest aus Eis“ legen und dieses dann einfach auf euren Cocktail platzieren. Dies funktioniert am besten, wenn euer Drink selbst mit Crushed Ice serviert wird und euer Drink nicht zu voll ist.


#9 mehr Umsatz durch die richtigen Fragen


Suggestivfragen

Kenntnisse wie man ein Verkaufsgespräch führt, sollten auch zum Handwerkszeug eines guten Bartenders gehören. Zum einen um den Gast das Gefühl zu geben den „perfekten“ Drink zu bekommen und auch in allen anderen Punkten seine Erwartungen zu übertreffen. Zum anderen kann man mit den richtigen Fragen den Verkaufsprozess wesentlich beschleunigen z.B. in der Stoßzeit.

Es gibt verschiedene Fragetechniken wie offene Fragen, geschlossene Fragen, Alternativ-Fragen, Suggestivfragen usw. Doch entscheidend ist hier der richtige Zeitpunkt. Deshalb werde ich ein typisches Verkaufsgespräch chronologisch erläutern.

Der Gast kommt in den Gastraum, wurde begrüßt, es wurde ein Platz zugewiesen, die Karte wurde gebracht, der Gast hat offensichtlich mit dem Lesen aufgehört und die Karte weggelegt. Im Grunde wäre dies der Zeitpunkt in dem man im Idealfall beginnen sollte. Doch auch hier ist es wichtig den Gast zuvor genau zu beobachten. Wird offensichtlich nervös in der Karte hin und her geblättert, dann ist es möglich das der Gast sich überfordert fühlt und eine „Entscheidungshilfe“ zu diesen Zeitpunkt angebracht wäre.

Offene Frage zu Beginn (falls keine Entscheidung getroffen)

Offene Fragen sind Fragen die man nicht mit einen einfachen ja, oder nein beantworten kann. Es ist hier erst einmal nur wichtig genügend Informationen zu bekommen um dem Gast auf dieser Basis eine Empfehlung aussprechen zu können.

Beispiel:

In welche Richtung soll ihr Drink gehen, eher süß, sauer, herb, fruchtig usw.?
Welche Drinks trinken sie denn sonst gern?
Gibt es Zutaten die sie nicht mögen?

Alternativfrage für Entscheidungshilfe

Nun habt ihr genügend Input und ab jetzt geht ihr in das Verkaufsgespräch über. Wichtig ist den Gast nicht zusätzlich zu verunsichern, dies umgeht ihr mit der sogenannten Alternativfrage. Auf der Basis der vorherigen Fragen werden 2 Drinks aus eurer Karte vorzuschlagen.

Beispiel:

Ich könnte ihn den Southside, oder den Gin Basil Smash empfehlen. (Hier begründen warum, die Rezepturen erläutern usw.) Darf es der etwas frischere Southide, oder der würzige Gin Basil Smash sein?

In den meisten Fällen wird hier eine Entscheidung getroffen und der Gast wird euch dadurch das ihr ihn seine Entscheidung vereinfacht habt ein beträchtliches Maß an Vertrauen schenken.

Alternativfrage + Wertung für Upselling,

Wurde ein Drink gewählt (bewusst, oder unbewusst) welcher sich durchaus mit einer höherwertigeren Spirituose, als die normale Pouring-Spirituose lohnen würde, macht es Sinn (da ihr bereits Vertrauen aufgebaut habt) eine weitere Alternativfrage zu stellen, aber diesmal mit einer Wertung. Das Ziel ist natürlich der Zusatzverkauf (Upselling).

Beispiel:

Möchten sie ihren Dry Martini mit unseren „Name-Pouring-Gin“ oder lieber mit dem „Name-besserer-Gin“?

Was ist der Unterschied zwischen der normalen Alternativfrage? Durch das nachgestellte Wort „lieber“ wird gleichzeitig eine Wertung impliziert und die Wahrscheinlichkeit, dass der Gast sich für ein Upselling entscheidet, steigt.

Weitere Möglichkeiten für Upselling

Eine weitere Möglichkeit für ein Upselling wäre die gewünschte Antwort als Frage zu formulieren.

Beispiel (Gast bestellt ein Bier):

Ein großes Bier?

Häufig entscheidet sich der Gast für die „vorgeschlagene“ Variante.

Man kann auch für weitere Zusatzverkäufe gerne geschlossene Fragen formulieren, diese sollten dann aber im Kontext stehen.

Beispiel (Gast hatte einige Drinks und hat offensichtlich nicht vor einen weiteren zu bestellen):

Darf es noch ein Espresso sein?
Auch hier kann wieder die gewünschte Antwort in der Frage folgen.

Einen doppelten Espresso?

Dies ist nur ein kleiner Auszug wie man Fragen formulieren kann um den Umsatz zu steigern, oder den Gast effektiv zu einer Entscheidung zu bringen.


#10 mehr Tip mit diesen Tipp


Mehr Tip mit diesen Tipp

Nun folgt ein letzter Hinweis, der aber euren Trinkgeldanteil enorm aufwerten kann. Ich spreche von kleinen Berührungen mit dem Gast. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle wo und mit welcher Intensität eine Berührung stattfindet. Es reicht aus, wenn man scheinbar „aus Versehen“ beim Abstellen des Glases den Finger des Gastes kurz berührt oder kurz mit der Handfläche die Schulter des Gastes berührt, oder beim Abkassieren mit den Fingern des Gastes in Berührung kommt. Durch eine kleine Berührung wird durch den Körperkontakt das Gefühl von Vertrautheit erzeugt.

Der kurze Körperkontakt wirkt dabei wie ein Trigger welches das Gefühl von Vertrauen auslöst und dies macht sich letztendlich auch bei deinem Trinkgeld bemerkbar. Der Gast wird zudem mit einem guten Gefühl deine Bar verlassen und dies ist schlussendlich das um was es geht.

Ich hoffe meine 10 Tipps haben euch gefallen und es war vielleicht etwas Nützliches für dich dabei! 😉

Prost!

Mit dem Cocktail „Forbidden Bathtube“, ein Stück Cocktailgeschichte modern interpretiert

cocktail prohibition style


Auffällig in einer kleinen Badewanne presentiert sich der Forbidden Bathtube. Ein fruchtig, herber und würziger Cocktail, der mit einer Espuma aus trockenen französischen Wermut überzogen wird. Seine ungewöhnliche Anrichtung und das vorrangestellte Wort „Forbidden“ soll zum Nachdenken anregen und auf die frühen 20èr Jahre des letzten Jahrhunderts anspielen.

Die Prohibition von 1919 bis 1933 war nicht nur die Zeit in der Alkohol flächendeckend in der gesamten USA verboten wurde, sondern es war auch die Epoche in der miserable schwarzgebrannte, oder gestreckte und ebenfalls nicht sehr schmackhafte geschmuggelten Spirituosen, in eine doch noch trinkbare und genießbare Form gebracht wurden. Cocktails waren die Lösung um die eigentlich ungenießbaren Brände salonfähig zu machen.

Ein bekanntes Phänomen aus jener Zeit war der sogenannte „Bathtube Gin“, ein beliebtes Verfahren um eine Gin-Ähnliche Spirituose in einer Badewanne herzustellen. Dabei wurde herkömmlicher Industriealkohol mit verschiedenen Kräutern, Gewürzen, Zitrusschalen und selbstverständlich Wachholderbeeren für eine Weile versetzt. Im Prinzip war der „Bathtube Gin“ damit schon fertig. Es gab keine anschließende Destillation, ganz zu schweigen von einer Fassreifung.

Aber warum entschied man sich bei der „Gin-Herstellung“ eigentlich für die häusliche Badewanne? Im Grunde ist das recht logisch, denn das Ansetzen des „Gins“ in Glasflaschen wäre für eine ausreichende Menge nicht sehr praktikabel gewesen, dazu benötigte man einfach zu viele Glasflaschen. Größere Behältnisse als eine Badewanne würden für zu viel Aufmerksamkeit sorgen und man wollte ja schließlich nicht erwischt werden.

Die eigene Badewanne im Haus war perfekt, nicht zu groß und nicht zu klein und bei Eintreffen der Polizei konnte man einfach den Stöpsel ziehen. Zahlreiche Barbetreiber, aber auch Privatleute wollten zu jener Zeit mit ihren eigenen „Gin“ aus der Badewanne gutes Geld verdienen, denn es war ebenfalls die Zeit der großen Depression, in der viele Menschen arbeitslos wurden und sich nach alternativen Einnahmequellen wie etwa Bathtube Gin umschauten.

Natürlich ist bei unseren Forbidden Bathtube eine wesentliche Komponente Gin und zum Glück können wir heute auf eine Vielzahl an hochwertigen echten Gins zurückgreifen. Aber auch die anderen Zutaten machen im Forbidden Bathtube eine gute Figur und machen den Drink zu einen vielseitigen und komplexen Drink, der uns daran erinnern soll, dass es unter anderen der Bathtube Gin war, der durch seine schlechte Qualität die Menschen dazu brachte ihn mit anderen Zutaten zu mischen und eine ganze Generation quasi zwangsweise an Cocktails gewöhnte. Vieleicht wären Cocktails ohne die Prohibition heute nur ein kleines Randphänomen, oder schon längst vergessen. Kommen wir nun zu unseren Rezept und ein Prost auf die Prohibition!


Zutaten:

  • 5 cl Gin
  • 1 cl frisch gepresster Zitronensaft
  • 1,5 cl Zuckersirup
  • 1 BL Koriandersamen
  • 1 Hand voll frische Basilikumblätter
  • 3 cl Mandarinenpüree
  • Dry-Vermouth-Espuma *1)





Zubereitung:

  1. Eine Mini-Keramikbadewanne *2) wird zuvor mit Crushed Ice befüllt und zur Seite gestellt um diese zu kühlen.
  2. Die frischen Basilikumblätter und die Koriandersamen in einen Shaker geben und mit einen Muddler kräftig andrücken.
  3. Den Shaker mit frischen Eiswürfeln auffüllen und alle weiteren Zutaten bis auf die Espuma dazu geben.
  4. Den Shaker schließen und etwa 10 Sekunden shaken.
  5. Das Eis aus der Mini-Keramikbadewanne entfernen und doppelt in die Badewanne abseihen.
  6. Die Espuma mit einen Isi Whip Syphon aufspritzen und z.B. mit einer kleinen Plastikente dekorieren.
  7. Mit einen Trinkhalm servieren.
weitere Cocktailrezepte

Wissenswertes

*1)

Dry-Vermouth-Espuma

Man benötigt einen hochwertigen weißen und trockenen Wermut z.B. Noilly Prat und gibt 400 ml in einen Isi Whip Syphon (oder vergleichbar). Nun 4 g Agar-Pulver abmessen und zusammen mit einen Eiswürfel in den Syphon geben. Den Syphon verschließen und kräftig schütteln. Anschließend den Syphon mit einer CO2-Patrone beladen und mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Vor Gebrauch nochmal gut schütteln.

Als Alternative zum Agar-Pulver kann man als Texturgeber auch eine Gelantinelösung ansetzen und in den Syphon geben.

*2)

Mini-Keramikbadewanne

Solch eine Mini-Keramikbadewanne kann man in verschiedenen Onlineshops die sich auf Haushaltsartikel bzw. Dekoartikel spezialisieren für etwa 4-5 € das Stück beziehen, oder in Verkaufstellen die Dekoartikel anbieten.

Forbidden Bathtube

Zubereitungszeit: 2 Minuten
Von Christian Granert,
19. Dezember 2016

Der würzige Begleiter für die Nacht – Der Dark Temptation Cocktail

Cocktail mit Mate


Kommen wir heute zu einen spannenden und belebenden Drink, den Dark Temptation. Würziges Kardamom, Pflaume und gereifter Rum sorgen für genug Aufregung und Spannung auf der Zunge und die Extraportion Mate gibt den nötigen Kick für lange Nächte. Doch kommen wir nun zum Rezept.


Zutaten:

  • 5 cl gereifter Rum
  • 1 cl frisch gepresster Limettensaft
  • 2 BL Pflaumenmus
  • 3 Kapseln grüner Kardamom
  • Materia Dark Mate





Zubereitung:

  1. Die Kardamom-Kapseln in einen Shaker geben und mit einen Muddler zerdrücken.
  2. Den Shaker mit frischen Eiswürfeln auffüllen und alle weiteren Zutaten bis auf die Mate dazu geben.
  3. Nun kräftig shaken und doppelt über ein High Ball Glas, oder einen Tumbler auf frischen Eiswürfeln abseihen.
  4. Mit Materia Dark Mate toppen (6-8 cl) und leicht umrühren.
weitere Cocktailrezepte

Wissenswertes

Bei dieser Eigenkreation solltet ihr ggf. die Menge an Limettensaft anpassen, da der Zuckergehalt beim Pflaumenmus je nach Hersteller abweichen kann!

Materia Dark Mate sollte auf jeden Fall verwendet werden, da Mate-Limonaden anderer Hersteller sich geschmacklich sehr stark unterscheiden. Die Materia Dark Mate schmeckt leicht malzig, karamellig, nicht zu süß und ist meiner Meinung nach nicht vergleichbar mit einer marktüblichen „Mate-Limo“. Leider werdet ihr Materia nicht bei jeden Getränkehändler um die Ecke finden.

In verschiedenen Onlineshops könnt ihr sie jedoch beziehen, oder ihr schaut euch auf der Hompage von Materia Dark Mate um.

Dark Temptation Cocktail
Zubereitungszeit: 1 Minute
Von ,
23. November 2016

Wie du dein eigenes Tonic Water herstellst

Tonic Water selbstgemacht

Gin und Tonic ist noch immer ein großes Thema und heute widmen wir uns dem Tonic Water und wie du ganz einfach Zuhause dein eigenes Tonic Water selbst herstellen kannst. Ich habe 3 ausgefallene Rezepte für ein mediterranes Tonic Water, ein Tonic Water mit 3 edlen Pfeffersorten und als letztes ein florales Tonic Water mit Lavendel und verschiedenen Blüten für euch.

Natürlich gibt es sehr viele weitere Möglichkeiten, gerne könnt ihr mir eure Ideen und Vorschläge mitteilen. Der Spielraum lässt hier im Grunde keine Grenzen, was aber nicht bedeuten soll, dass auch ein klassisches selbstgemachtes Tonic Water nicht seine Vorzüge hat.


Tonic selber machen


Gekauft vs. selbstgemacht

Zunächst einmal sei gesagt, dass ihr bei einem selbstgemachten Tonic Water einen Sirup herstellt der sich schon alleine durch seine Farbe grundsätzlich von gekauften Tonics unterscheidet. Die Chinarinde die für den typischen bitteren Geschmack sorgt, gibt eine rötlich bräunliche Farbe ab.

Der Sirup wird dann entweder mit Mineralwasser, oder Sodawasser aufgegossen. Hier habt ihr den Vorteil das ihr mit der Menge spielen könnt und euer Tonic Water euren eigenen persönlichen Geschmack anpassen könnt. Eine andere und elegantere Möglichkeit ist euer Lieblings-Mischungsverhältnis in ein Soda-Siphon zu geben. Dabei könnt ihr ganz einfach euren Gin mit den eigenen Tonic Water toppen.

Tonic Water selbstgemacht

Bei beiden Varianten muss man sich jedoch eingestehen, dass die Perlage längst nicht so intensiv ist wie bei hochwertigen gekauften Tonic Waters. Dies hängt jedoch auch davon ab welchen Kohlensäuregehalt euer Sodwasser oder Mineralwasser hat. Als Tipp, verwendet nur frisches und kaltes Mineralwasser und stellt euren Soda-Siphon mit euer Mischung erst einmal in den Kühlschrank bevor ihr den Siphon mit CO2 Patronen ladet. Denn im kalten Wasser löst sich das CO2 besser.

Tonic Water selbst herstellen

Als Basis für einen Tonic-Sirup benötigt ihr Chinarinde die ihr in jeder Apotheke kaufen könnt, außerdem ist Zitronensäure (bei den Backwaren) und Zitrusfrüchte in Bio-Qualität sehr wichtig. Etwas Salz und Zucker benötigen wir ebenfalls und alles weitere bleibt nun euch und euren Ideen überlassen. Als Beispiel habe ich 3 Tonic-Sirups die ich bereits erprobt habe und die auch gut funktionieren. Der pfeffrige Tonic Sirup ist auch erstaunlich fruchtig.

  • florales Tonic Water – mit Lavendelblüten, Roenblüten, Ringelblüten und Kornblume.
  • mediterranes Tonic Water – mit Basilikum, Thymian und Rosmarin
  • Tonic Water 3 Pfeffer – Tasmanischer Bergpfeffer, Szechuanpfeffer und Rosa Pfeffer

Tonic Water selber machen






Herstellung florales Tonic Water

Zutaten:

  • 500 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 300 g Zucker
  • 10 g Chinarinde
  • 5 g Zitronensäure
  • 1 Orange
  • 1 Zitrone
  • 1 Limette
  • 1 EL (gehäuft) getrocknete Lavendelblüten
  • 5 g Mix aus Roenblüten, Ringelblüten und Kornblume

Zubereitung:

Die Schale der Zitrusfrüchte mit einen Schäler entfernen und aufheben und den Saft der Früchte auspressen.

Alles bis auf den Zucker in einen Kochtopf geben und etwa 15 Minuten aufkochen lassen. Nun den Zucker mit unterrühren und weitere 5 Minuten kochen.
Den Sirup in eine saubere Flasche durch ein Küchentuch und einen Trichter abfüllen.

Herstellung mediterranes Tonic Water

Zutaten:

  • 500 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 300 g Zucker
  • 10 g Chinarinde
  • 5 g Zitronensäure
  • 1 Grapefruit
  • 1 Zitrone
  • 3 Zweige frisches Basilikum
  • 3 Zweige frisches Thymian
  • 2 Zweige frisches Rosmarin

Zubereitung:

Die Schale der Zitrusfrüchte mit einen Schäler entfernen und den Saft der Früchte auspressen und zusammen in den Kochtopf geben.

Alles weitere bis auf den Zucker und die frischen Kräuter in ebenfalls in den Kochtopf geben und etwa 15 Minuten aufkochen lassen. Nun den Zucker mit unterrühren und weitere 5 Minuten kochen.

Die Flamme abstellen und die frischen Kräuter nun mit den Händen kräftig anschlagen und erst jetzt werden die Kräuter mit untergerührt. Nun abkühlen lassen. Die Kräuter würden sonst beim Kochen ihre Aromen verlieren.

Den Sirup in eine saubere Flasche durch ein Küchentuch und einen Trichter abfüllen.

Herstellung Tonic Water 3 Pfeffer

Zutaten:

  • 500 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 300 g Zucker
  • 10 g Chinarinde
  • 5 g Zitronensäure
  • 1 Orange
  • 1 Zitrone
  • 1 Limette
  • 1 EL (gehäuft) Tasmanischer Bergpfeffer
  • 1 EL (gehäuft) Szechuanpfeffer
  • 1 EL (gehäuft) Rosa Pfeffer

Zubereitung:

Alles bis auf den Zucker in einen Kochtopf geben und etwa 15 Minuten aufkochen lassen. Nun den Zucker mit unterrühren und weitere 5 Minuten kochen.
Den Sirup in eine saubere Flasche durch ein Küchentuch und einen Trichter abfüllen.

Abschließende Worte

Die Basis für jeden Tonic-Sirup ist in der Regel immer ähnlich, außerdem muss man während der Sirup aufkocht immer wieder umrühren und ggf. etwas Wasser dazu geben bis die richtige Konsistenz erreicht ist. Solch ein Sirup ist mehrere Monate im Kühlschrank haltbar.

Das Mischungsverhältnis ist zwar Geschmackssache jedoch würde ich 1:5 verdünnen mit Sodawasser, oder Mineralwasser. Einfach euren Sirup, den Gin und frische Eiswürfel in ein Highballglas geben und mit kalten Mineralwasser toppen und umrühren.

Der Gin & Tonic wird etwas aufschäumen, gerade dann wenn ihr einen Siphon benutzt. Dies und die etwas gewöhnungsbedürftige Farbe unterscheidet sich deutlich von einem gekauften Produkt.

Um ein klassisches Tonic Water selber herzustellen, verwendet ihr einfach nur Zitronen und Limetten neben dem Basisrezept.

Für weitere Anregungen könnt ihr auch meine Appliktion „Gin & Tonic Explorer“ nutzen vielleicht bekommt ihr ja dann selber Ideen welches selbstgemachte Tonic Water gut zu euren Gin passt. Solch ein Tonic Water kann jedoch auch sehr gut pur genossen werden und natürlich könnt ihr mit einen ausgefallenen Tonic sehr gut verschiedene Cocktails toppen und somit zusätzliche Aromen und etwas Frische in euren Drink geben.



zum Gin & Tonic Explorer


Viel Spaß beim Ausprobieren und Prost 😉